50 Jahre Inntal-Schule: von Maibaum-Dieben, Herzensbildung und einer verdammt fitten Jubilarin!

Man wird nur einmal 50 – und wenn man die Inntal-Schule ist, dann feiert man das nicht einfach nur mit Reden und Händeschütteln, sondern mit der ganzen Schulfamilie, einer ordentlichen Portion Humor und einem (fast) geklauten Maibaum.

Dass bei uns die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen, wurde schon beim ersten Satz des Vormittags klar: Anastasia Lang (JGST 9) und Said Dulic (JGST 8) übernahmen die Moderation und führten so gekonnt, charmant und souverän durch das Programm, dass mancher Profi-Moderator hätte blass werden können.

Hoher Besuch, geschliffene Rhetorik und tiefe Einsichten

Unsere Schulleiterin Sabine Gandecki eröffnete den Festakt mit einem motivierenden Blick nach vorne. Bildung und gemeinsames Schaffen – das sind die Fundamente, auf denen wir hier bauen. Passend dazu gab es ein „Double-Jubiläum“: Auch unser neuer Bürgermeister Herr Zweckstätter hat vor Kurzem die 50 erreicht. Er lobte besonders das „Zusammenhelfen“ und unsere tollen Kinder. Ein ganz besonderer Glückwunsch ging zudem an „Altbürgermeister“ Herrn Jokisch, der passend zum Schuljubiläum ebenfalls auf stolze 50 Jahre Verbundenheit mit der Förderschule zurückblickt.

Landrat Otto Lederer brachte es in seinem Rückblick auf den Punkt: „Bildung ist teuer, aber keine Bildung ist noch teurer.“ Er verglich die Schule mit einem Körper: Das Gebäude ist das Skelett, das Gerüst in dem man sich wohl fühlen soll, aber das Herz und die Seele – das ist die Schulfamilie, die unsere Kinder auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, verantwortungsvolles Leben mit guten Zukunftschancen begleitet.

Auch die Regierung, vertreten durch Herrn Tiefenmoser, gratulierte herzlich zur tollen Schulentwicklung und der spürbaren Menschlichkeit im Haus. Mit Blick in vergangene Zeiten und die Zukunft bedankte er sich bei den ehemaligen und derzeitigen Kolleginnen und Kollegen für die tolle Zusammenarbeit, die positive Schulentwicklung sowie die Menschlichkeit an unserer Schule und wünschte uns auch weiterhin viel Erfolg und Freude.

Elternarbeit mit Langzeitwirkung

Dass man bei uns nicht nur „seine Zeit absitzt“, bewies Elternbeiratsvorsitzender Herr Gennrich. Er wertschätzte in besonderer Weise die enge Verbindung zwischen Eltern und Schule, die oft weit über die Entlassfeier hinausgeht. Hier wird nicht nur geredet, sondern alle 6 bis 8 Wochen aktiv an Lösungen gefeilt und Anregungen werden umgesetzt. Das Vertrauen ist so groß, dass sogar viele Kinder der Beiräte selbst bei uns die Schulbank drückten.

Krimi-Stimmung, Tradition und Nostalgie

Richtig unterhaltsam wurde es mit dem stellvertretenden Schulleiter Gerhard Hartmann. Er gab uns eine kleine „Deutschstunde“ in Reimform und betonte, wie wichtig das Lernen, aber eben auch das gemeinsame Feiern für den Zusammenhalt der Schulfamilie ist. Er verriet auch ein pikantes Detail: Unser Maibaum wurde im Vorfeld tatsächlich entführt! Nur durch einen diplomatischen (und wahrscheinlich kulinarischen) Freikauf konnte das Fest gerettet werden.

Nach den Reden wurde es traditionell: Mit zünftigen Schuhplattlern und einer festlichen Zeremonie inklusive Auftanz wurde der Maibaum schließlich stolz aufgestellt. Wer zwischendurch verschnaufen wollte, konnte im Schulgebäude in Erinnerungen schwelgen: Eine liebevoll gestaltete Ausstellung über vergangene Zeiten zeigte die Entwicklung unserer Schule. Besonders gefreut hat uns, dass sogar viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen mit angepackt haben – ein riesiges Dankeschön dafür an euch alle!

Ohne Team kein Fest

Ein Fest dieser Größe stemmt sich nicht von allein. Ein riesiges Dankeschön geht an Christian Berger, Martin Steer und Gerlinde Haltern sowie die Live-Band „Musiktrio“, das gesamte Kollegium, die vielen helfenden Eltern und natürlich unsere Schülerinnen und Schüler. Ohne euren Einsatz bei der Ausstellung, der Festvorbereitung, der Deko, der Kulinarik und dem Aufbau wäre dieser Tag nicht möglich gewesen.

Gänsehaut zum Abschluss

Das eigentliche Highlight war akustisch: Als zum Finale die gesamte Schule, (angeführt von der Musik-AG) den selbstgeschriebenen Schul-Song „Inntal-Schule, des san mir!“ anstimmte, war jedem klar: Die ersten 50 Jahre waren erst der Anfang.

Auf die nächsten 50 Jahre – mit Herz, Seele, Menschlichkeit und einem gut bewachten Maibaum!

(Text: S. Werthschütz; Bild: S. Werthschütz)